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Schloss Schwerin - Bereich Hauptturm

Senkungs- und Neigungsbeobachtung wegen der Gründungssanierung 2001/2002.

Das Schweriner Schloss ist auf einer Insel im Schweriner See gelegen. Was Touristen und Einwohner gemeinhin als idyllisch empfinden, ist aus bautechnischen Gründen eher ein Problem, da der Untergrund zu einem großen Teil aus organischen Materialien und wenig verfestigten Aufschüttungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts besteht. Tragfähige Bodenschichten findet man erst ab einer Tiefe von mehreren Metern.

Der Hauptturm ist in der Phase des letzten Schlossumbaus 1843 bis 1857 zwischen die benachbarten vorhandenen Gebäude auf einer Gründung aus Holzpfählen eingefügt worden.

Da diese Gründung in 150 Jahren an die Grenze ihrer Tragfähigkeit gelangte, war in den Jahren 2001 und 2002 eine Sanierung erforderlich geworden. Diese erfolgte, indem der Turm auf 70 Betonbohrpfähle gesetzt wurde, die bis in eine Tiefe von 15 Metern reichen. Diese Pfähle und die dazugehörigen Ringanker mussten im Fundamentbereich des vorhandenen 70 Meter hohen Turmes neu geschaffen werden.

Dabei war zu beobachten, ob Auswirkungen auf den Turm eintreten, die zu Rissbildungen zu den Nachbargebäuden führen oder seine Standfestigkeit gefährden könnten.

Dies geschah durch regelmäßige Höhenkontrollen von Mauerbolzen im Hochkellerbereich unter dem Turm mittels Feinnivellement und durch Überwachung der Turmneigung von außen zwischen Juli 2001 und April 2003.

Im Ergebnis wurde durch beide Messverfahren übereinstimmend nachgewiesen, dass Änderungen der Turmneigung nur im Millimeterbereich eingetreten sind und die Senkung des Bauwerks durch die neue Gründung stark verringert worden ist.

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Dipl.-Ing. (FH) Holger L├╝bcke


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